Juni 2008

22.01.2015

Festkolloquium zu Ehren von Hans Geiger R. Geiger, A. Piel Zu der feierlichen Enthüllung der Bronzetafel zu Ehren von Hans Geiger, der vor 80 Jahren in Kiel das nach ihm und seinem Doktoranden Walther Müller benannte Zählrohr für radioaktive Strahlen erfunden hatte, konnte die Sektion Physik als Ehrengäste Geigers jüngsten Sohn Roland und seine Ehefrau begrüßen. Roland Geiger, der heute in Göttingen lebt, wurde 1927 in Kiel geboren. Durch die Anwesenheit der Familie Geiger erhielt das Festkolloquium eine persönliche Note. Roland Geiger nahm die Enthüllung der Bronzetafel vor (Foto), nachdem Prof. Piel die Gäste des Festkolloquium im Foyer des "Hans-Geiger-Hörsaals" begrüßt hatte.
 
Im Grußwort des Vizepräsidenten der CAU, Prof. Wolffram, klang die Problematik der Namensgebung von Hörsälen oder ganzen Universitäten an, bei denen der Wunsch nach der Ehrung verdienter Personen im Wettstreit liegt mit der Benennung nach Sponsoren. Prodekan Prof. Kipp zeichnete in Worten ein Bild des Kieler Instituts, wie Geiger es im Jahre 1925 vorfand. Das wissenschaftliche Werk Hans Geigers, der bereits 1909 an der Entdeckung des Atomkerns beteiligt war, wurde in einem präzisen historischen und physikalischen Kontext lebendig geschildert von Prof. Dr. Klaus Wiesemann (Foto). Gespräche mit Roland Geiger beim "Nachkolloquium" in der Forstbaumschule machten uns den Privatmann und Familienvater Hans Geiger bekannt.
 

 

Am 17.6.2008 widmet die Sektion Physik die beiden Hörsäle den bedeutenden Kieler Physikern Max Planck und Hans Geiger. Max Planck wurde bereits anläßlich seines 150. Geburtstages am 23.4.2008 in einer Serie von Veranstaltungen geehrt.
 

Prof. Olaf Magnussen vom Institut für Experimentelle und Angewandte Physik wurde von der Electrochemical Society zum Träger des diesjährigen Electrodeposition Division Research Award ausgewählt. Der Preis wird auf dem Pacific Rim Meeting on Electrochemical and Solid-state Science 2008 in Honolulu verliehen werden und ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2000 $ verbunden. Die Electrochemical Society ist eine seit mehr als 100 Jahren bestehende Fachgesellschaft mit mehr als 8000 Mitgliedern aus über 70 Ländern, die wissenschaftliche und technologische Fragestellungen im Themenfeld Elektrochemie und Festkörperwissenschaften bearbeiten, wozu insbesonders auch Prozessierungstechnologien für die mikroelektronische Industrie gehören. Der Electrodeposition Division Research Award ist die wichtigste internationale Auszeichnung auf dem Gebiet der elektrochemischen Abscheideverfahren. Er wurde Prof. Magnussen für Untersuchungen des Verlaufs solcher Abscheideprozesse auf der atomaren Skala mittels moderner, hochauflösender Mikroskopie und Synchrotronstrahlungmethoden verliehen.
Electrodeposition Division Research Award