Michael Bonitz wird für seine Forschung zu Warmer Dichter Materie mit dem John Dawson Award for Excellence in Plasma Physics Research 2021 geehrt

13.08.2021

Professor Michael Bonitz et al.Für seine bahnbrechende Forschung auf dem Gebiet der Warmen Dichten Materie wurde Professor Michael Bonitz vom Institut für Theoretische Physik und Astrophysik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit dem John Dawson Award for Excellence in Plasma Physics Research 2021 ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die Amerikanische Physikalische Gesellschaft (APS) jedes Jahr herausragende Errungenschaften in der Plasmaphysik. Prämiert wurde die Entwicklung neuer Simulationsverfahren, mit denen das Verhalten von Elektronen in Warmer Dichter Materie für alle relevanten Bedingungen erstmals exakt vorhergesagt werden kann. Warme Dichte Materie bezeichnet einen exotischen Materiezustand bei extremem Druck und niedrigen bis moderaten Temperaturen, wie er etwa im Inneren von Sternen und Planeten oder auch im Erdkern vorkommt.

Die mit 5.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung teilt sich Bonitz mit seinen ebenfalls beteiligten ehemaligen Doktoranden Dr. Tim Schoof (Deutsches Elektronen Synchrotron, DESY), Dr. Tobias Dornheim (Center for Advanced Systems Understanding CASUS, Görlitz) und Dr. Simon Groth (McKinsey & Company). Ihre Ergebnisse entstanden in Kooperation mit Professor Dr. William Matthew Colwyn Foulkes (Imperial College London), Dr. Fionn D. Malone (QC Ware Corp) und Dr. Travis Sjostrom (Los Alamos National Laboratory), die ebenfalls ausgezeichnet werden. Die von ihnen entwickelten Monte-Carlo-Methoden konnten das sogenannte Fermionische Vorzeichenproblem überwinden und führten zu den ersten ab initio-Daten für das Elektronengas unter den Bedingungen Warmer Dichter Materie, heißt es in der Begründung der APS.

Vollständige Pressemitteilung der CAU: https://www.uni-kiel.de/de/detailansicht/news/171-dawson-award