Sonderforschungsbereich "Grundlagen Komplexer Plasmen" verlängert

26.01.2015

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Transregio-Sonderforschungsbereich TR24 "Grundlagen Komplexer Plasmen" eine dritte Förderperiode und Forschungmittel in Höhe von 6,5 Millionen Euro bewilligt. Die DFG folgte damit dem Votum einer renommierten internationalen Gutachterkommission. Die Laufzeit verlängert sich damit bis 2017. Dieser Transregio-Sonderforschungsbereich ist ein Zusammenschluss der Universitäten Greifswald und Kiel mit dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. Greifswald und besteht seit 2005. 
 
 Komplexe Plasmen sind ionisierte Gase, die zusätzlich Partikel von Nanometer- bis Mikrometergröße oder negative Ionen und reaktive Moleküle enthalten. Derartige Plasmen sind in einer Vielzahl von Systemen von Bedeutung - von Plasmen im Kosmos bis hin zu Anwendungen in der Nanotechnologie. Dementsprechend ist das Forschungsprogramm interdisziplinär angelegt. Neben Plasmaphysikern sind auch Astrophysiker und Materialwissenschaftler beteiligt. Die Fragestellungen der Projekte reichen von der Entstehung von Plasmakristallen, Phasenübergängen, der Wirkung starker Magnetfelder auf Plasmen bis hin zum Wachstum von Nanopartikeln in einem Plasma und zur Erzeugung von nanostrukturierten Kompositschichten.
 
Der Kieler Beitrag ist in der dritten Phase noch einmal gewachsen und umfasst nunmehr fünf experimentell arbeitende Teilprojekte (Teilprojektleiter sind Prof. Alexander Piel, Prof. Holger Kersten, Prof. Franz Faupel, PD Dr. Dietmar Block, Dr. Franko Greiner und Dr. Thomas Strunskus) und drei Teilprojekte, die Simulationen und Theorie entwickeln (Prof. Michael Bonitz, Prof. Sebastian Wolf, Dr. Patrick Ludwig, Dr. Hanno Kählert). Nach Kiel fließen mehr als 3 Millionen Euro Fördergelder, insbesondere für zwölf Doktorandenstellen. Kieler Vertreter im Vorstand des SFB sind Prof. Alexander Piel und Prof. Michael Bonitz.
 
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