Dosimetrie

Erforschung der dritten Dimension

Ulysses ist eine gemeinsame Raumsonde von NASA und ESA. Die 376 kg schwere Raumsonde wurde 1990 von einem Space-Shuttle auf die Reise gebracht. Durch die Mission wurden erstmalig Bereiche über den Sonnenpolen erkundet. Ulysses hat Erkenntnisse über die Eigenschaften der Sonnenkorona, über ihre Expansion, über den Sonnenwind, das heliosphärische Magnetfeld, die galaktische kosmische Strahlen, solare Radio-Bursts und Plasmawellen geliefert.

Die Ulysses-Bahn

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Abbildung 1: Die Ulysses-Bahn

Ulysses erforscht auf einer ungewöhnlichen Bahn einen noch wenig bekannten Teil des Sonnensystems. Die Raumsonde fliegt nicht in der Ebene der Planeten, sondern in einer stark geneigten Bahn über den Südpol der Sonne. Dies wurde dadurch erreicht, dass die Sonde bei einem Jupitervorbeiflug aus der Ekliptik geschleudert wurde.

Im November 1994 erreichte Ulysses den südlichsten Punkt und im September 1995 den nördlichen Punkt der Bahn. Ulysses verblieb 234 Tage in Breiten über 70 Grad mit einem Maximum von 80,2 Grad. Ursprünglich sollte die Mission dann enden. Doch der sehr gute Erhaltungszustand der Sonde führte zur Verlängerung der Mission um einen Umlauf. So gab es eine zweite Passage der Pole im November 2000/ Oktober 2001. Im Gegensatz zur ersten Passage fiel die zweite auf eine Zeit der aktiven Sonne, so dass Unterschiede deutlich wurden.

Wissenschaftliche Nutzlast

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Abbildung 2: Bahn und Daten der Ulysses-Bahn

Ulysses ist eine Sonde zur Untersuchung der Teilchen und Felder im interplanetaren Raum. Ulysses hat 10 aktive und zwei passive Experimente im Gesamtgewicht von 55 kg an Bord, die in die folgenden Kategorien eingeteilt werden:

  • Magnetfeldinstrumente (VHM/FGM)
  • Sonnenwindparameter (SWOOPS/SWICS)
  • Energiereiche Teilchen (EPAC/COSPIN/HI-SCALE)
  • Radiobeobachtungen (URAP/SCE)
  • Röntgen- und γ-Strahlung (GRB)
  • Staub (DUST)
  • Neutralteilchen (GAS)

Wissenschaftliche Ergebnisse

  • Im solaren Minimum hat der Sonnenwind minimale Geschwindigkeit von 400 km/s nahe des Äquators. Oberhalb von 20-30 Grad steigt die Geschwindigkeit auf größer 750 km/s an.
  • Das Magnetfeld der Sonne ist ganz anders strukturiert als das Dipolfeld der Erde.
  • Die Intensität der kosmischen Strahlung nimmt zu den Polen hin nur schwach zu.

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