Österreich - Wien - 2006/07

Technische Universität Wien, Österreich

Studienaufenthalt: Studienjahr 2006/07
Austauschprogramm: SOKRATES / ERASMUS


 

Vorbereitung

Die Bewerbung auf einen Erasmusplatz ist wirklich einfach. Zunächst muss man sich informieren, welche Kooperationen das eigene Institut mit anderen Instituten hält.
http://www.uni-kiel.de/international/kooperationen/index.shtml
In meinem Fall war die Auswahl nicht sehr groß: Lund (S), Bath (UK) und Wien.
Schnell entschied ich mich für Wien, da das Vorlesungsangebot mir am meisten zusprach. Als nächstes habe ich Kontakt mit dem Erasmusbeauftragten Herrn Prof. Berndt (Institut für Experimentelle Physik - Festkörperphysik) aufgenommen.
http://www.ieap.uni-kiel.de/surface/ag-berndt/
Für die Bewerbung sind 2 Formulare notwendig
– Annahmeerklärung
– LEARNING AGREEMENT
Alle Formulare sind erhältlich unter
http://www.uni-kiel.de/international/

Die Annahmeerklärung ist einfach auszufüllen, beim Learning Agreement muss man Veranstaltungen eintragen, die man während seines Aufenthaltes besuchen und vorallem anerkennen möchte.
Da ich vor dem Erasmusjahr bereits scheinfrei war, habe ich einfach auf der Seite:
http://tuwis.tuwien.ac.at/zope/_ZopeId/81964626A2ys9v6mxUQ/tpp/lv/lv/inst/index_html
unter dem Punkt “Fakultät für Physik“ Veranstaltungen ausgesucht, die interessant klangen und diese eingetragen. Mit diesen Formularen bin ich zu Herrn Berndt gegangen, ihm die Situation erklärt, dass ich bereits scheinfrei bin. Er hat die Formulare an sich genommen und das wars. Das entscheidende Treffen fand später statt, dazu hat Herr Berndt alle Erasmusbewerber zu sich ins Büro eingeladen und an einen Tisch gesetzt. Danach hat er jeden einzelnen nach seinem Wunschziel gefragt und nach seiner Vordiplomsnote. Da ich von den 4 Bewerbern der einzige mit Wunschort Wien war, habe ich die Zusage sofort bekommen. Damit war es offiziell!

Nach einer Weile habe ich von der TU Wien ein Schreiben erhalten, in dem ein TU Wien Guide enthalten war und Formulare für die Bewerbung auf einen Studentenwohnheimsplatz. Für mich irrelevant, da ich versorgt war. Irgendwann habe ich vom Außeninstitut der TU Wien eine Email bekommen, wo das SOS-Programm vorgestellt wurde. Es handelt sich hierbei um einen 2-wöchigen Einführungskurs, der Mitte September begann, Kosten ca. 140 €. Zunächst hat mich die Summe abgeschreckt, jedoch bin ich sehr froh, dass ich daran teilgenommen habe, denn ich habe viele Freunde dadurch kennengelernt. Hiermit war eigentlich die Vorbereitung abgeschlossen. Ich musste nur noch einen Flug buchen. Am 18. September bin ich dann endlich geflogen, denn am 19. begann schon das SOS-Programm!

Anreise/Ankunft/1. Anlaufstelle

Die günstigsten Flüge von Hamburg aus gibt es bei Air Berlin, besonders wenn man nur „oneway“ fliegt für etwa 30-70 €. Oft hat Lufthansa auch Angebote für Hin- und Rückflug Hamburg-Wien. Problematisch ist beim Fliegen die 20kg-Gepäckgrenze, aber ich habe über einen günstigen Paketservice 30kg-Pakete
nach Wien geschickt. Und das kostet nur 22 Euro, also viel billiger als Übergepäck.
Mit dem Auto braucht man schlappe 12 Stunden für die 1200 km, ebensolange mit dem Zug, also keine wirklichen Alternativen, es sei denn, dein Auto muss mit nach Wien.
Wenn man auf dem Flughafen Wien-Schwechat landet, ist es am günstigsten mit dem Regionalzug nach Wien reinzufahren, das Ticket kostet 3 €.
Man kann auch für 6 € mit dem Bus fahren oder mit der CAT Schnellbahn für 9 €.
Falls man noch keine Bleibe hat, kann man sich z.B. in der Jugendherberge in der Myrthengasse, 7. Bezirk für 10 Tage einmieten. Das Hostel ist recht sauber, liegt zentral in der Nähe der Neubaugasse, allerdings nicht so billig, ich habe 18 € pro Nacht bezahlt, inklusive Frühstück.

Betreuung und Aufnahme

Das SOS-Programm ist dafür gedacht, dem Studenten ein wenig unter die Arme zu greifen, indem es z.B. Hilfe beim Ausfüllen von Formularen leistet. Die vielen Ausflüge sind so gestaltet, dass man die Stadt Wien und Umgebung besser kennenlernt. Das wichtigste ist jedoch, dass man während des zweiwöchigen Programms viele Freunde macht. Niemand fühlt sich alleine und die ersten Abende sind so sicher gefüllt.
Ich will hier nicht detailliert vom SOS-Programm berichten, wir waren jeden Tag unterwegs, mal nach Graz, beim Schloß Schönbrunn, Fahrradtouren und das Stift Melk im schönen Landschaftsgebiet „Wachau“ haben wir auch besucht. Es lohnt sich wirklich. Die Anmeldung erfolgt via Email mehrere Monate vor dem Beginn des Aufenthaltes. Jeder Erasmusstudent erhält eine Infomail zu diesem Programm. Das Programm wird jedoch nur zu Beginn des Wintersemester ausgeführt, aber auch im Sommer gibt es ausreichende Betreuung des ESN und des Buddynetworks.
Das Buddynetwork gibt es speziell an der TU Wien, es organisiert jede Menge Partys und Ausflüge nach Budapest, Graz, Venedig usw. Jeder Ausstauschstudent wird einem Wiener 'Buddy' zugeteilt, also einem Ansprechpartner für alle Tage, Unifragen, als Stadtführer usw. In meinem Fall war dies jedoch nicht so nötig, mein Buddy war viel jünger als ich und erst am Studiumbeginn, aber wir haben uns dennoch ein paar Mal gesehen.
Damit man die erste Erasmusrate aus Kiel erhält, muss man das Formular „Annahmeerklärung” vom Gastinstitut unterschreiben lassen, damit wird garantiert, dass man sich wirklich eingeschrieben hat. Dies macht man bei der Frau Ebel im 10. Stock (gelber Bereich) des Freihauses. Dieses Formular schickt man dann zum “International Center” der CAU.

Studium und Universität

Das Studium der Physik ist zunächst einmal ähnlich wie in Deutschland. Es gibt Vorlesungen, Übungen, Praktika, Seminare. Das besondere an Wien ist jedoch, dass das Vorlesungsangebot enorm ist. Zudem darf man als TU Wien Student auf das Vorlesungsangebot der Uni Wien zurückgreifen. Insgesamt werden fast alle Gebiete der Physik abgedeckt; Festkörperphysik, Plasmaphysik, Quantenoptik, Elementarteilchenphysik u.v.m. Hier kann man wirklich auch mal nach „links und rechts“ schauen, was ich für sehr wichtig halte.
Die angebotenen Vorlesungen befinden sich im Internet, dort entnimmt man auch meistens die Termine für die Vorbesprechungen. Die TU Wien verfügt über ein online „Abo-System“, d.h man abonniert die Veranstaltungen, die man gerne besuchen möchte. Dort kann man z.B sehen, wieviele Studenten zusätzlich diese Vorlesung „abonniert“ haben, oder wo sie stattfindet. Das System ist leicht verständlich. Bevor man es nutzen kann, muss man sich jedoch erst online registrieren. Für die Prüfungen meldet man sich persönlich beim Prof an und vereinbart den Termin. Um ECTS Punkte für eine Vorlesung zu bekommen, muss man eine mündliche Prüfung machen.
Die TU Wien befindet sich zentral am Karlsplatz, das Gebäude, in der die Physik untergebracht ist, heißt Freihaus. Alle Physikinstitute sind im Freihaus, d.h man muss nicht zwischen den Vorlesungen größere Distanzen zurücklegen. In meinem 2. Auslandssemester habe ich auch Vorlesungen an der Uni Wien belegt, die ebenso zentral am Ring liegt. Mit der Ubahn ist man in kurzer Zeit da und mit dem Fahrrad habe ich mit Wind im Rücken und „grüner Welle“ ca. 15 Min. zum Karlsplatz gebraucht.

Sprachkurse fallen für mich erstmal weg, wobei ein Urwiener im Gespräch auf keinen Fall zu unterschätzen ist. Es gibt natürlich Deutschkurse an der Uni Wien. Überraschend war wirklich, dass die fremdsprachigen Europäer alle wirklich sehr gut Deutsch sprachen oder fleißig lernten und es kaum Gespräche auf Englisch gab, einfach nicht notwendig.

Freizeit

Erst einmal zur Infrastruktur in Wien: Besser geht’s kaum. Das kleine 5-Linien-Ubahnnetz funktioniert sehr gut und wird von vielen Staßenbahnen und Bussen ergänzt. Man schaut gar nicht auf den Plan, sondern wartet einfach, bis die nächste Bahn kommt. Auch nachts gibt es ein dichtes Nachtbusnetz, mit dem man die Bezirke 1.-9. im 15-min-Takt gen Heimat verlassen kann. Ab 5 Uhr fahren dann auch wieder die Ubahnen.
Ein Auto ist eher lästig als praktisch, da die Stadt Wien die kompletten Bezirke 1.-9. zur Kurzparkzone erklärt hat. Das heißt 80 Cent pro Stunde zahlen bei maximal 2 Stunden Parkdauer! Und wer hat schon Zeit, sein Auto dauernd mit Parkscheinen auszustatten. Nur am Wochenende ist es dort umsonst und ausserhalb der inneren Bezirke immer. Das bedeutet dann aber auch meistens Fußmarsch und kleines Unwohlsein, weil das Auto lange und weit weg stehen kann. Für Ausflüge ist ein Auto natürlich toll, aber man kann auch viel mit der Bahn machen, alle Züge fahren nach/von Wien.

Das Sportangebot der TU Wien ist sehr umfangreich. Im Internet auf www.usi.at hat man die Möglichkeit sich über alle angebotenen Sportkurse zu informieren. Zur Anmeldung muss man zum Hauptbüro gehen, sich anmelden und den studentenfreundlichen Betrag für den jeweiligen Kurs entrichten, voilá.

Wien ist Musik! Nicht nur für Klassikfans eröffnet sich ein Eldorado. Neben dem Stammhaus der Wiener Philharmoniker, dem Musikverein als eines der besten Konzerthäuser der Welt, gibt es das Konzerthaus, wo man seine klassichen Bedürfnisse befriedigen kann. Besucht werden müssen natürlich auch die Wiener Staatsoper und die günstigere Volksoper.
Die Elektroszene in Wien ist unter den Kennern berühmt, die Urgesteine Kruder&Dorfmeister und Sofasurfers sind in Wien groß geworden. Zu den Szeneclubs gehört eindeutig das Flex sowie das Fluc, die große Disco U4 und auch die schickeren Locations wie Volksgarten und Passage. Der Eintritt bewegt sich am Wochenende meist um die 10 €. Jazzclubs gibt es hier wie Sand am Meer, wie das Bluebird und der Club „Tunnel“ mit Abenden mit kostenlosem Eintritt. Wer Mainstreammusik mag, der kann auch zu den zahlreichen Konzerten gehen, Red Hot Chilli Peppers, Metallica, Herbert Grönemeyer, alle schauen in Wien vorbei. In Österreich gibt es auch im Sommer eine Menge OpenAir Festivals, z.B das NUKE in St. Pölten oder das NOVAROCK.
Das Musikangebot ist wirklich fantastisch!

An Cafés und Bars mangelt es nicht. Von den berühmten Kaffeehäusern gibt es so viele, dass man es kaum schafft, in allen eine Mélange zu trinken. Die meisten Bars gibt es im ersten Bezirk und in den alten S-Bahnbögen am Gürtel. Besonders gerne trifft man sich auch im neu gestalteten Museumsquartier, wo Museen, Konzerte, Cafés und Bars eine wunderbare Symbiose eingehen und es immer gut besucht ist.

Orte wie der Tiergarten Schönbrunn, der Kahlenberg, Neusiedler See und der Wiener Wald vor der Haustür laden immer zu sonntäglichen Spaziergängen ein, auf denen man einfach die Stadt und ihre Umgebung erkunden kann.
Im SOS-Programm sind schon eine Menge kleinere Ausflüge inkludiert, dennoch ist die Lage von Wien hervorragend um Osteuropa zu erkunden. Nicht umsonst sagt man von Wien, es sei das Tor zum Osten.
Hier will ich kurz die Highlights ansprechen. Im Winter war ich in der Slowakei skifahren und in Zakopane/Polen, dem Skiort schlechthin. Es gab hervorragende Winterverhältnisse und ebenso günstige Preise. In Österreich ist skifahren dann doch etwas teurer. Im April war ich mit Erasmusfreunden für 2 Tage in Budapest, von denen ein Mädchen sogar aus Ungarn kam und ein perfekter Guide war.
Auch im April haben wir mit dem Fahhrad die Wachau, eine Landschaft westlich von Wien an der Donau, kennengelernt. Die Strecke von Krems nach Melk war genauso gut wie das Wetter und der Wein beim Heurigen.
Das Buddynetwork bietet auch sehr viele Reisen speziell für Erasmusstudenten der TU Wien an, ich bin z.B mit einem Bus voller Erasmusstudenten für 3 Tage nach Krakau/Polen gefahren. Dabei ist auch nicht nur Party angesagt, sondern auch viel Kultur und Geschichte, wie eine Führung durch das Konzentrationslager Auschwitz.

Kosten

Wien kann ein teures Pflaster sein, aber wenn du günstig leben willst, ist das auch möglich. Das Preisniveau ist auf jeden Fall höher als in Kiel, für jemanden aus Hamburg allerdings schon wieder normal.
Die Miete schlägt meist mit rund 300 Euro zu Buche, für das Semesterticket für Bus, Bim und Ubahn zahlt man 120 € für 4 Monate. Internet kostet privat etwa 40 € für eine Flatrate samt Telefon, die meisten WGs haben es aber sowieso.
Außerdem gibt es auch viele Lokale mit gratis Wlan-Hotspots und in der Bibliothek natürlich PC-Plätze.
Einkaufen kann man bei Billa (EdekaPreislage), Zielpunkt (wie deutscher Plus, aber teurer) und Spar, die günstigsten Lebensmittel gibt es bei Hofer (=Aldi) und Penny.
Materialien für die Uni gibt es gleich in der Nähe des Freihaus, überhaupt sind viele Copyshops direkt bei der TU zu finden.
Viele haben ein WertkartenHandy (=prepaid) von telering oder yessss, die Preise sind gut mit 5-7 Cent die Minute und SMS, auch nach Deutschland, kosten 15 cent. Für Heimwehgespräche gibt es auch Billigvorwahlen für das Festnetz für 2,2 cent die Minute und natürlich auch Skype.
Für Kultur, Konzerte, Clubs und Bars kannst du natürlich Unmengen an Geld ausgeben, aber selbst da gibt es Sparmöglichkeiten: Restliche Theater- und Opernkarten an der Abendkasse für 8 € pauschal an Studenten, Ausstellungen haben immer Studententarife, manchmal gibt es sogar Gratis-Tage.
Mit der ESN-Karte vom Erasmusnetwork gibt es auch eine Menge Vergünstigungen in einigen Partner-Bars oder freien Eintritt.
Super ist auch die ÖBB-Vorteilskarte, eine Art Bahncard für nur 20€, mit der du Ermäßigungen bis zu 50% für Bahnfahrten bekommst. Und da Budapest, Prag, Graz, Salzburg usw. unbedingt besucht werden sollten, lohnt sich die Karte auf jeden Fall!
Ein Bankkonto bei einer österreichischen Bank sollte auch sein. Bei der Ersten Sparkasse oder der Bank Austria sind die Konten für Studenten umsonst, nur das Auflösen des Kontos kostet eventuell. Mit Onlinebanking kann man so gut die Finanzen steuern und zahlt nix für das Abheben am Automaten, was mit einer deutschen Karte bis zu 5 € kosten kann.
Insgesamt ist das Leben schon teuer in Wien, 750 Euro braucht man mindestens, das Erasmusstipendium ist leider nur ein kleines Zusatzgeld. Jobben ist allerdings auch möglich, wenn man Lust dazu hat, es geht ohne Probleme. Einige haben Nachhilfe gegeben, in Shops gearbeitet oder in Architekturbüros gejobbt.

Unterbringung

Um eine Wohnung in Wien habe ich mich recht früh gekümmert, im März/April vor dem Aufenthalt. Dazu muss ich sagen, dass meine Freundin mit nach Wien kommen wollte, daher ein Platz im Studentenwohnheim schon mal ausgeschlossen habe. Eine eigene Wohnung musste also her.
Dank Internet haben wir schnell ein Portal mit lauter Wohnungsanzeigen gegoogelt und eine Wohnung zur Zwischenmiete für 10 Monate bekommen. Mit dem Erasmusplatz und einer Wohnung in der Tasche konnte ich den Beginn entspannt auf mich zukommen lassen. Ich habe für diesen Zeitraum mein Zimmer in der WG in Kiel ebenfalls vermietet. Insgesamt klappte alles hervorragend.
Viele Wiener vermieten ihre WG-Zimmer für ihre Auslandszeit unter und es ist kein Problem, ein möbliertes Zimmer zu finden. Nur wollen die Mitbewohner/Untervermieter dich natürlich oft persönlich kennenlernen, daher ist eine Visite in Wien vor dem Erasmusausfenthalt ganz ratsam.
Wohnheime gibt es auch viele, empfehlenswert finde ich die neuesten mit Internet, Putzfrau (!), z.T. auch mit TV. Das Gasometer im 3. Bezirk oder das Wohnheim in der Molkereigasse, 2. Bezirk, sind modern, man lebt in 2er oder 4er WGs und lernt superschnell Leute kennen.
Die Lage der Wohnung sollte am besten in den Bezirken 1.-9. sein, alles andere zweistellige, 10.-23. Bezrik, ist zwar auch gut zu erreichen aber eher ausserhalb. Am besten finde ich die Bezirke 8. und 9. zum Wohnen, die zentral liegen und dennoch ein paar Parks und ruhige Ecken bieten. Vom 20. und 12. würde ich abraten.
Die Preise sind natürlich auf Haupstadtniveau, die meisten zahlen 300-320 Euro für ihre Zimmer.

Links/Hilfreiche Informationsquellen

Hier eine Linkliste, wirklich nur eine kleine Auswahl für den ersten Überblick:

 

Wichtige Formalitäten in Kürze

  • MELDEBESCHEINIGUNG innerhalb der ersten 3 Tage in Wien besorgen, jeder Bezirk (9.Bezirk: Währinger Str. 39) hat sein eigenes Amt, wo man diese Bescheinung (kostenlos) bekommt. Mitzubringen sind Personalausweis und Mietvertrag.

  • Innerhalb der ersten 3 Monate muss man sich eine ANMELDEBESCHEINIGUNG bei der Magistratabteilung 35 holen (Bezirk Simmering). Mitzubringen sind Personalausweis, Krankenversicherungsnachweis (Karte), Beweis über ausreichende finanzielle Mittel (z.B. Kontoauszug) und Meldebescheinigung. Die Anmeldung kostet 15 €.

Fazit

Obwohl ich zu diesem Zeitpunkt noch 3 Monate in Wien habe, kann ich behaupten, dass der Aufenthalt eine tolle Sache ist. Viele fragen sich sicherlich, wie man aus einem deutschsprachigen Raum kommend Erasmus in einem deutschsprachigen Raum machen kann. Die Antwort ist einfach, denn Erasmus reduziert sich nicht nur auf das Erlernen einer neuen Sprache, dazu gehört nämlich viel mehr. Ich habe eine andere Kultur kennengelernt, die sich durchaus von der deutschen unterscheidet, Wien tickt anders als Berlin oder Hamburg. Das wichtigste ist für mich jedoch, dass ich mit sehr vielen Studenten aus Europa zu tun hatte, somit auch viel über ihre Kulturen erfahren habe. Die Freundschaften, die hier entstanden sind, sind nicht nur oberflächlich, beschränkt auf diesen Zeitraum.
Nicht zu vergessen ist natürlich auch die Erweiterung des Horizonts im jeweiligen Studienfach. Ich habe z.B. viel in Physik gelernt, was ich in Kiel nie hätte lernen können, einfach dadurch, dass das Angebot so vielfältig ist. Zudem habe ich auch einige Kontakte für die Zukunft geknüpft, nicht nur zu den Professoren, sondern auch zu Doktoranden und Studenten.


Des war urleiwand! (würde der Wiener sagen)

 


Der vollständige Erfahrungsbericht inklusive Kontaktdaten kann im International Center eingesehen werden.